Computer sammeln und erhalten.
IE-Workaround-GIF

Macintosh SE

Mehr Bauteile im Gehäuse

Ein Jahr nach dem Macintosh Plus wird am 2.3.1987 der Apple Macintosh SE eingeführt. Neben einem zweiten 800k-Diskettenlaufwerk findet alternativ eine 20 MByte oder später eine 40 Mbyte Festplatte und sogar eine Erweiterungskarte im Gehäuse einen Platz. Der Macintosh SE ist der erste kompakte Mac der über einen SE-PDS-Slot intern mit Netzwerkkarten oder Grafikkarten für einen externen Monitor ausgestattet werden kann.

Apple Macintosh SE Dualfloppy Apple Macintosh SE mit Maus und Tastatur

Das platinumfarbene Gehäuse bekommt einen "Kühlergrill" und wirkt insgesamt kantiger als die Gehäuse seiner Vorgänger. Durch kleinere Diskettenlaufwerke ist es möglich im selben Platz wie beim Macintosh Plus zwei Diskettenlaufwerke übereinander unterzubringen (rechtes Bild). Der Diskettenslot wird kleiner, die Abdeckung für den oberen Slot bei den Festplattenmodellen (linkes Bild) verschwindet fast in der verrippten Front. Das Gehäuse ist bei allen Modellen gleich und wird nur durch Blenden an die unterschiedliche Ausstattung angepaßt.

Rückseite Apple Macintosh SE

Um die Abwärme durch den höheren Strombedarf der Festplatte besser abzuleiten, bekommt der Mac SE als erster Kompakt-Macintosh einen Lüfter hinter einem Lüftungsgitter auf der Rückseite des Mac's. Zusammen mit der Festplatte sorgt der Lüfter für eine beständige Geräuschkulisse im Gesichtsfeld des Benutzers: Es ist aus mit der Ruhe auf dem Schreibtisch. Der Lüfter ist auch in den Disketten-Modellen montiert, wo er eigentlich nicht erforderlich wäre.

Im SE hält ADB der "Apple Desktop-Bus" Einzug in die Kompaktklasse. Im SE gibt es sogar zwei ADB-Anschlüsse obwohl für Tastatur und Maus eigentlich nur ein Anschluß erforderlich ist. Die ADB-Maus wird nicht mehr am wie beim Macintosh Plus am Rechner sondern über ein kurzes Kabel an der Tastatur angeschlossen. Weiter finden Diskette, SCSI, Drucker, Lautsprecher und Modem einen Anschluß. Der Macintosh SE hat keinen Audio-Eingang.

Alle Daten im Überblick

Prozessor: Motorola 68000 bei 8 MHz
Speicher-Adressierung: 24 Bit
RAM: Minimum 1 MB, Maximum 4 MB
RAM-Slots: 4x 30-Pin SIMM, 256k oder 1MB SIMM, min. 150ns
Bildschirm: 512x342 Pixel, 1Bit (Schwarz/Weiß)
Diskettenlaufwerk: 1x oder 2x 800 KByte
Festplatte: SCSI, ohne oder bis zu 40 MByte
SCSI ja
ADB ja, 2x
Erweiterungsslot SE-PDS mit 8 MHz
Bauzeit: 2.3.1987 bis 1.8.1989

Uwe Fritz, 2005-2015. Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung der Texte und Bilder, auch auszugsweise, bedarf der schriftlichen Zustimmung des Autors. Bezeichnungen, Markennamen und Produktbezeichnungen des jeweiligen Inhabers, auch wenn Sie nicht gekennzeichnet sind, unterliegen im Allgemeinen dem warenzeichen-, marken oder patentrechtlichem Schutz.