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Macintosh III+

Ein Mainboard wie es sein soll.

Das Macintosh LC III+ ist für Privatverbraucher gut ausgestattet: Die Speichergrenzen sind deutlich angehoben, 4 MByte RAM und 512 kByte VRAM finden sich auf dem Mainboard und ein erweiterter LC-PDS kann für Erweiterungen genutzt werden. Der 68882 ist optional erhältlich und belegt nicht mehr den LC-PDS durch Erweiterungskarten.

Apple Performa 460, geöffnetes Gehäuse

Der LC3-PDS im Macintosh LC III+ ist länger als der LC-PDS. Der Erweiterungssteckplatz ist abwärtskompatibel zum LC-PDS und wird bei den Zubehörherstellern zunächst nicht angenommen. Verfügbare Karten für den LC PDS funktinieen auch im Macintosh LC III+.

Wenn Sie 16 Bit Erweiterungskarten im LC3-PDS verwenden bremsen Sie allerdings den 32 Bit Datenbus aus: Der Bus benötigt zwei Takte um 32 Bit an Daten aus dem Speicher in die Erweiterungskarte zu befördern und muß die höheren 16 Bit dazwischen noch auf die unteren 16 Bit verschieben. LC PDS Erweiterungskarten reagieren teilweise langsamer als im Macintosh LC II.

Beschleunigerkarten und Coprozessorkarten werden im LC III+ nicht mehr benötigt, der Rechner ist gemessen an den anderen 68030-LC's auch so rasend schnell. Netzwerkkarten für den LC-PDS funktionieren und werden auch im LC3+ genutzt. Neuentwickelte Karten für die in geringer Stückzahl verkauften LC3 und LC3+ lohnen sich für die Zubehörhersteller nicht.

33 Mhz und ein 68882-Coprozessor

68882 im Coprozessor-Steckplatz des Apple Performa 460

Das Motherboard des Macintosh LC III+ hat einen Steckplatz für den optionalen mathematischen Coprozessor. Ab Werk wird optional ein Motorola 68882 eingesetzt, der dem LC III+ zu sehr guten Werten im Floating Point Benchmark verhilft. Der LC-PDS bleibt frei für andere Erweiterungen.

Das Mainboard des Macintosh LC III wurde nur durch umsteuern des Taktgenerators auf 33 MHz hochgetaktet. Die Steuerung erfolgt über einen Widerstand, der je nach gewünschter Frequenz auf zwei unterschiedlichen Plätzen aufgelötet wird. Dazu mehr beim Macintosh LC III.Macintosh LC III

Der Performance-Schubs von 25 MHz im Macintosh LC III auf 33 MHz im Macintosh LC III+ verhilft dem Mainboard zu guten Leistungen, im direkten Vergleich mit dem Performa 475 reicht es aber nur für einen Gleichstand bei den Floating-Point-Leistungen. Im Integer-Benchmark ist der 68030 mit 33 MHz dem 68LC040 bei nur 25 MHz hoffnungslos unterlegen.

Ich kenne keine Berichte über die Möglichkeit den Macintosh LC III+ weiter zu übertakten. Mit 33 MHz ist die 68030-Architektur in der Pizzabox ausgereizt, günstigere Nachfolger sind verfügbar.


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