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Macintosh LC III

Maximal 36 MByte RAM

Mit dem neuen Mainboard wird der Datenbus auf 32 Bit erweitert. Für den 32 Bit Datenbus wird der 72 Pin Steckplatz eingeführt, der auch von IBM in der PS/2-Serie verwendet wurde. Die verwendeten 72 Pin RAM Simms werden daher landläufig auch PS/2-Simms genannt.

Die 72 Pin Simms ermöglichen den Speicherzugriff über einen 32 Bit breiten Datenbus statt den Speicher wie bei den 30 pin Simms auf 4 Bausteine mit einem jeweils 8 Bit breiten Datenbus aufzuteilen. Gleichzeitig wird der Adressraum für ein Simm erhöht, so daß mehr Speicher auf ein Simm paßt.

RAM-Simm im Apple Macintosh LC III

Der Apple Macintosh LC III unterstützt PS/2-Simms bis zu einer Größe von 32 MByte. Sie können Fast Page Mode (FPM) und Extended Data Output (EDO) RAM-Bausteine verwenden, der LC III arbeitet mit allen Simms ab 80 ns Reaktionszeit zuverlässig. Alle Simmgrößen zwischen 1 und 32 MByte können eingesetzt werden.

Zusammen mit dem bereits auf dem Mainboard verlöteten 4 MByte RAM ermöglicht der Apple Macintosh LC III einen maximalen Speicherausbau von 36 MByte. Mehr Speicher ist nicht möglich: Verfügbare größere Simms (64 und 128 MByte) funktionieren nicht.

Höhere Auflösung und mehr Farben

Der Macintosh LC III erreicht erstmals eine Grafikauflösung von maximal 832x624 Pixel bei maximal 32768 Farben. Im Gegensatz zu den anderen Pizzaboxen sind beim LC III und LC III+ bereits 512 kByte VRAM auf dem Mainboard aufgelötet. Der Speicher reicht für 256 Farben oder Graustufen bis zur höchsten Auflösung.

VRAM-Simm im Apple Macintosh LC III

Mit 512 kByte Videospeicher erreicht der Macintosh LC III bei einer Auflösung von 640x400 eine Darstellung von 32768 Farben. Diese verkürzte VGA-Auflösung wurde speziell für die Echtfarbendarstellung im Mac entwickelt und findet sich noch auf anderen Mac's und zum Beispiel auf dem Powerbook 520c und 540c.

Über einen 68 poligen Simm-Sockel kann der Apple Macintosh LC III auf 768 kByte VRAM erweitert werden. Der Steckplatz akzeptiert 256 kByte und 512 kByte Apple VRAM Simms, kann aber nur 256 kByte nutzen. Mit 768 kByte VRAM sind 32768 Farben bis zur maximalen Auflösung von 832x624 Pixeln möglich.

Anders als im PC der bei 16 Bit per Pixel über 32768 Farben darstellen kann, arbeitet der Macintosh LC III nicht mit indizierten Farben aus einer Farbtabelle sondern mit 3 x 5 Bit für RGB (Red, Green, Blue). Mit den 15 Bit bleiben im Macintosh daher nur 32768 Farben.

Der Macintosh LC3 kann zwar an einem VGA-Adapter betrieben werden, ist aber nicht in der Lage die SVGA-Auflösung von 800x600 Pixeln darzustellen. Während beim LC 475 diese Videomode mit etwas tricksen verfügbar wird, ist der LC III und der LC III+ hierzu nicht in der Lage. Mit dem VGA-Adapter an einem PC-Monitor sind daher nur 640x480 Pixel möglich.

Disketten und ein SCSI-Laufwerk

Im Macintosh LC III kommt erneut das bewährte 1,44 Mbyte Superdrive (Diskettenlaufwerk) zum Einsatz. Das Laufwerk verrichtet unauffällig seinen Dienst und ermöglicht es den Rechner für Backups oder Festplattenwartung von Diskette zu booten oder Software zu installieren.

Der SCSI-Bus ist gegenüber dem Macintosh LC II deutlich schneller geworden. Einen Teil tun auch die neueren Festplatten dazu, so daß der Macintosh LC III insgesamt auch bei den Festplattenzugriffen deutlich an Geschwindigkeit gewinnt. Die Festplatten im LC III stammen meist von Quantum und werden vom Hersteller mit Apple ROM's versehen.

Festplattenkäfig für Apple Macintosh LC-Serie und Macintosh IIsi

Seine ganze Leistung kann der SCSI-Controller jedoch erst mit einer moderneren großen Festplatte zeigen. Es lohnt sich daher den Rechner mit einer aktuelleren SCSI2-Festplatte auszurüsten.

Die Platten werden in einem doppeltem Blechwinkel montiert. Das Chassis wird dann im Gehäuse des Macintosh LC III durch Führungen positioniert und mit Schnapp-Haken gehalten. Die Festplatte läßt sich auf diese Weise schnell wechseln und paßt in alle Pizzabox-Gehäuse der LC-Serie und den Macintosh IIsi

Platten von anderen Herstellern als Apple werden mit Festplattentools und -treibern wie Lido oder dem gepatchtem Apple HD-Setup 7.3.5 formatiert, da Apple HD-Setup sich normalerweise weigert Festplatten von Fremdherstellern zu erkennen.


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