Computer sammeln und erhalten.
IE-Workaround-GIF

Macintosh LC

Gehäuse und Mainboard

Das Gehäuse wird hinten an den beiden Laschen ausgerastet, danach kann das gesamte Gehäuseoberteil nach vorne aufgeklappt und abgenommen werden. Wenn vorhanden muß vorher noch die Sperrschraube mittig am oberen Rand der Rückseite abgeschraubt werden. Danach sind alle Bauteile des Macintosh LC zugänglich und können ohne Werkzeug ausgetauscht werden.

Apple Macintosh LC II, geöffnetes Gehäuse

Der neue Processor Direct Slot (PDS) des Macintosh LC bildet einen Erweiterungsstandard der noch in der gesamten weiteren LC Serie verwendet wird. Selbst der PDS im Performa 630 ist abwärtskompatibel zum Macintosh LC und so bietet der LC-PDS für Dritthersteller eine gute Entwicklungsbasis für Erweiterungskarten.

Der PDS bietet die Möglichkeit Mathematische Coprozessoren, Netzwerkkarten und Beschleunigerkarten nachzurüsten. Eine sehr beliebte Erweiterung ist die Ethernetkarte für den LC-PDS, die es ermöglicht den LC als kleinen Fileserver oder Router im Netzwerk einzusetzen oder den Rechner mit DSL in begrenztem Maße im Internet einzusetzen.

Die PRAM-Batterie befindet sich in einem Plastik-Käfig auf dem Mainboard. Im LC kommt eine 3,6 Volt Lithium-Batterie der Größe 1/2 AA zum Einsatz. Der Rechner bootet auch mit leerer Batterie, lediglich die PRAM-Einstellungen wie Datum und die Mausauflösung gehen verloren. Wenn Sie alte Mac's sammeln ist das von Vorteil: Die Lithium-Batterie kostet 5 bis 10 Euro und wer möchte schon bei einer Sammlung von 20 und mehr Rechnern regelmäßig alle PRAM-Batterien tauschen?

Der Motorola 68020 im Macintosh LC

Der Motorola 68020 ist der erste 68k-Prozessor mit einem 32 Bit breitem Datenbus der in der Lage ist über 32 Bit Adressierung bis zu 4 Gigabyte Speicher zu verwalten. Leider hat der Macintosh LC hat nur einen 16 Bit breiten mit 16 MHz getakteten Datenbus. Zusammen mit der hardwareseitigen Beschränkung auf eine 24 Bit-Adressierung sind maximal 10 Mbyte Hauptspeicher nutzbar.

Das gesamte Mainboard-Design ist eigentlich für den älteren Motorola 68010 ausgelegt und bremst den verwendeten 68020 aus. Um die 32 Bit Register des 68020 zu füllen sind regelmäßig zwei Speicherzugriffe erforderlich.

Eine der häufigsten Erweiterungen ist eine Steckkarte mit einem Motorola 68882 Coprozessor. Der mathematische Coprozessor gleicht die schwache Floatingpoint-Leistung des 68020 aus.

68882-Coprozessor-Karte für LC-PDS

Der mathematische Coprozessor kann im Zusammenspiel mit dem Motorola 68020 in der Floating-Point Leistung beim Ahl-Benchmark sogar das Gespann 68030/68882 im Nachfolgemodell Macintosh LC II übertrumpfen. Der 68020 beherrscht deutlich weniger Floating-Point Befehle als der 68030 und nutzt daher den spezialisierten 68882 bei der Berechnung von Gleitkommazahlen besser aus.

Sind 10 MByte RAM genug?

Um wenigstens die verbliebene Leistung des Macintosh LC zu nutzen, sollten Sie den Hauptspeicher in jedem Fall bis zum Maximum ausbauen. Der LC ist zwar auch in der Lage mit virtuellem Speicher zu arbeiten, aber der Festplattenspeicher bremst den kleinen Macintosh unnötig weiter aus.

RAM und VRAM im Apple Macintosh LC II

Auf dem Mainboard befinden sich 2 Steckplätze die mit 30-Pin Simms gefüllt werden können. Mit zwei 4 Mbyte-Simms unter 100ns erweitern Sie den Hauptspeicher bis zum möglichen Maximum von 10 MByte. Passende Simms wurden auch in 386er PC's verwendet, schauen Sie sich daher auch in der PC-Abteilung um. Der Macintosh LC ist beim RAM nicht wählerisch und akzeptiert auch 1 und 2 Mbyte 30-Pin Simms, wenn ein Ausbau auf 10 MByte mangels 4 Mbyte-Simms nicht möglich ist.

Um die Frage der Überschrift zu beantworten: Für die meisten Anwendungen reichen 10 MByte aus, für speicherintensive Grafik- oder Satzprogramme ist der Macintosh LC auch aus anderen Gründen eher ungeeignet.


Uwe Fritz, 2005-2015. Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung der Texte und Bilder, auch auszugsweise, bedarf der schriftlichen Zustimmung des Autors. Bezeichnungen, Markennamen und Produktbezeichnungen des jeweiligen Inhabers, auch wenn Sie nicht gekennzeichnet sind, unterliegen im Allgemeinen dem warenzeichen-, marken oder patentrechtlichem Schutz.