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Macintosh Color Classic

Mainboard als Schublade

Herausgezogenes Mainboard beim Apple Macintosh Colour Classic

Anders als bei den schwarz/weißen Vorgängern ist das Mainboard des Color Classic leicht zugänglich. An der Abdeckung der Mainboard-Schublade müssen 2 Schrauben entfernt werden, dann können die Laschen entsichert werden und die Abdeckung wird abgenommen. Danach kann das komlette Mainboard nach hinten herausgezogen werden.

Alle Anschlüsse des Mainboards weden über eine Kontaktleiste an das innere des Macs weitergegeben, es sind keine versteckten Kabel vorhanden. Erweiterungen des Color Classic werden so zum Kinderspiel.

Dieses Konzept wird bei CC und CC2, der LC 500-Serie und späteren All-In-One-Macintosh so weitergeführt. Erst mit dem ersten IMac geht Apple wieder von diesem Konzept ab.

Blick aufs Mainboard des Colour Classic

Auf dem ausgebauten Mainboard sind alle wichtigen Erweiterungsmöglichkeiten des Colour Classic sofort im Zugriff: Speicher, LC-PDS, Batterie und Mathematischer Co-Prozessor.

Mainboard eines Apple Macintosh Colour Classic

Ein Steckplatz für einen Motorola 68882-Coprozessor ist vorhanden, die FPU konnte gegen Aufpreis als Option geordert werden. Alternativ ließe sich der Mac auch über den LC-PDS mit einer 68882-Karte erweitern, dies würde aber den vorhandenen PDS-Slot für andere Erweiterungen blockieren.

Zwei 30-Pin Steckplätze für RAM-Simms und ein Steckplatz für Video-RAM vervollständigen die Erweiterungsmöglichkeiten.

Die PRAM-Batterie ist die übliche 3,6 Volt Lithium-Batterie, die auf nahezu allen Macs verwendet wird. Der Colour Classic verliert zwar das Datum und die Uhrzeit wenn die Batterie leer ist, startet aber wie alle 68030-Macs auch mit leerer PRAM-Batterie zuverlässig. Das Booten dauert dann geringfügig länger, weil der Rechner alle Routinen eines PRAM-Resets durchläuft.

DSL mit dem Macintosh Colour Classic

Der Apple Macintosh Colour Classic besitzt einen PDS-Slot nach dem Standard des Macintosh LC. Das Angebot an Netzwerkkarten für den LC-PDS ist vergleichsweise riesig und ermöglicht es den Mac DSL-fähig zu machen. Im Notfall kann auch ein anderer (billiger) Desktop-Mac als Teilespender herhalten.

Ethernetkarte  im LC-PDS-Slot auf dem Mainboard eines Apple Macintosh Colour Classic bzw. Color Classic

Da sich die LC-PDS-Karten mit einem eigenen ROM in das ROM des Color Classic einklinken, brauchen Sie hierfür keine Treiber. Es ist jedoch ein PRAM-Reset erforderlich, damit der Mac die Karte erkennt.


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